Spagyrik, Licht und Energie: Grundlagen, Geschichte und Praxis
Begriffsbestimmungen und Grundannahmen Spagyrik bezeichnet eine traditionsreiche Form der Pflanzenverarbeitung, die ihre Wurzeln in der abendländischen Alchemie hat und stark von Denkern wie Paracelsus geprägt wurde. Kernidee ist die alchemistische Dreiteilung und -bearbeitung: durch Extraktion (z. B. Fermentation, Destillation) werden flüchtige und „geistige“ Anteile gewonnen, durch Kalzinierung die mineralisch‑salzigen Rückstände; diese Fraktionen werden gereinigt und schließlich wieder vereint. In der klassischen Terminologie spricht man dabei von den Prinzipien Salz (körperlicher, stabiler Anteil), Schwefel (seelisch‑formendes Prinzip) und Mercurius (bewegliches, verbindendes Prinzip) — zu verstehen eher als symbolische Funktionsbeschreibungen denn als wörtliche chemische Komponenten. […]