Tinnitus: Epidemiologie, Pathophysiologie und Forschungsdiagnostik
Begriffsbestimmung und Epidemiologie Tinnitus bezeichnet die Wahrnehmung von Geräuschen (z. B. Klingeln, Pfeifen, Rauschen, Klopfen), die ohne entsprechende externe Schallquelle auftreten. In der klinischen und forschungsbezogenen Einordnung unterscheidet man grundsätzlich zwischen subjektivem Tinnitus — der nur vom Betroffenen wahrgenommen wird und dessen Ursache meist im Hörsystem bzw. zentralen auditorischen Netzwerken liegt — und objektivem (oder somatischem) Tinnitus, bei dem ein innenkörperlicher Schallgenerator (z. B. vaskuläre Strömungsgeräusche, Muskelkontraktionen) vorliegt und gelegentlich auch von Untersuchern mit Stethoskop oder Mikrofon detektierbar ist. Diese Unterscheidung hat Konsequenzen für Diagnostik […]